Heather Morris: Der Tätowierer von Auschwitz

Erst 2003, nach dem Tod seiner Frau Gita, vertraute sich Lale Sokolov der australischen Autorin Heather Morris an und erzählte ihr eine unglaubliche Geschichte.

1916 als Ludwig Eisenberg geboren, genannt Lale, wird der slowakische Jude im April 1942 nach Auschwitz deportiert. Schon bald war es im Konzentrationslager seine Aufgabe, als Tätowierer zu arbeiten und den neuankommenden Gefangenen Nummern in den Arm zu stechen. So auch im Juni 1942 der jungen Gita, in die er sich schnell verliebte. Aufgrund seiner privilegierten Stellung in Auschwitz gelang ihm das Überleben, trotz der im Winter 1944/45 erfolgten Deportation nach Mühlhausen. Auch Gita konnte überleben und so trafen sich die beiden wenig später in Bratislava und heirateten.

Nicole Staudinger – Stehaufqueen : die Herausforderungen des Lebens elegant und majestätisch meistern

Im Jahr 2014 wurde bei Nicole Staudinger (Jahrgang 1982) Brustkrebs diagnostiziert und sie entdeckte das Schreiben als hilfreich, „Brüste umständehalber abzugeben“ und „Schlagfertigkeitsqueen“ wurden Bestseller, was ihrem neuen Titel auch gelingen dürfte, erzählt sie doch bodenständig einfach und aufmunternd lebhaft vom Fallen und Wiederaufstehen. Sprichwortgestützte Erkenntnisse begleiten Geschichten von traumatischen Schicksalsschlägen bis zu alltäglichen Tiefschlägen und wie sie bewältigt wurden. Jedes Kapitel mündet in „Stehauf-Regeln“ und schließt mit Leerzeilen für eigene Einträge. Dankbar zu sein für jeden Tag, für Alltag, das eigene Glück zu sehen und wertzuschätzen, auf Herausforderungen Bewältigungsstrategien zu entwickeln ist ihre Botschaft. Sie schreibt schlicht und herzhaft und diese pragmatische Lebenshilfe kommt gut an, sie schöpft spürbar aus eigener Erfahrung und ist Achtsamkeit pur, ganz unverschwurbelt vermittelt. Dabei stellt die Autorin sich selbst keineswegs als immer stark dar und genau das macht ihren Text so sympathisch.