Robert L. Wolke – Was Einstein seinem Koch erzählte : Naturwissenschaft in der Küche

Verdunstet der Alkohol wirklich beim Kochen? Sind geräucherte Lebensmittel roh oder gegart? Warum gehört Salz ins Nudelwasser? Fragen über Fragen. Menschen, die kochen, könnten einen Naturwissenschaftler vom Kaliber Einsteins gut gebrauchen. Der Chemiker Robert Wolke übernimmt die Rolle des Küchenwissenschaftlers und beantwortet informativ und unterhaltsam viele Fragen rund ums Kochen und Garen. Mit den eingestreuten ungewöhnlichen Rezepten von Marlene Parrish bietet er zudem eine Art Laborpraktikum, dessen Ergebnisse man essen kann.

Stimmungsvoller Start für die 10. Ausgabe unseres Lesewettstreites „Lese-Prinz/Prinzessin gesucht“ 2017/18

Für den Start hatte die Stadtbibliothek Ilsenburg diesmal das Lesetheater Wolkenzauber eingeladen.
Herr Schreiberling alias der Buchautor Rolf Barth empfing die Kinder in Ilsenburg auf dem Balkon des Marienhofes.
Im Mittelpunkt des zauberhaften Lesetheaters stand das Buch „ Herr Wolke – Ein Fall fürs Alphabet“. Aber Herr Schreiberling las nicht einfach vor, er gestaltete die Geschichte und machte sie so für die Kinder erlebbar. Die Kinder waren begeistert und wollten mehr hören und es gab noch mehr zu sehen und zu hören. Gemixt mit kleinen Zaubertricks folgte eine Geschichte, die noch im Kopf von Herrn Schreiberling steckt und noch nicht gedruckt wurde.

Mit 5 tollen Veranstaltungen an 2 Tagen wurde kräftig für das Lesen und den 10. Lesewettstreit Werbung gemacht. Das zeigt uns schon die Resonanz nach gut 3 Wochen.

Am 10. März 2018 gibt es dann die große Abschlusskrönungsparty mit 2 tollen Veranstaltungen.

Finanzielle Unterstützung für die Eröffnung bekam die Stadtbibliothek durch den Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.  im Deutschen Bibliotheksverband über das Sonderprogramm „Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Öffentlichen Bibliotheken“.

Für die Abschlussveranstaltung bekam der Förderverein der Stadtbibliothek Ilsenburg e.V. vom Ehrenamtsfond der Harzenergie eine Förderzusage über 1.250,00 €. Der Scheck wird bei der 1. Verlosung am 12.01.2018 um 15 Uhr an den Verein übergeben.

Julia Stagg – Chapeau! : Ein Dorf zeigt, was es kann

In Fogas, einem kleinen Dorf in den französischen Pyrenäen, stehen große Veränderungen an. Nachdem Bürgermeister Serge Papon einen Herzinfarkt erlegen ist, muss ein Nachfolger gefunden werden. Und der Bürgermeister des Nachbarorts wittert schon seine Chance. Kann Fogas noch gerettet werden? Nach „Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf“, „Madame Josette oder ein Dorf trumpft auf“, „Bonjour Véronique oder ein Dorf hält zusammen“ und „Mon Dieu, was für ein Fest“ legt Julia Stagg nun den Abschlussband ihrer Romanreihe vor. Wie die anderen Bände ist auch das Finale der Reihe nette Unterhaltungslektüre mit viel Lokalkolorit. Serge Papon, der eigentlich schon zu Beginn des Buches stirbt, mischt als Geist weiterhin mit. Auch dieser Teil kann gelesen werden, ohne die Vorgänger zu kennen, der Roman wird aber vor allem die Leser interessieren, die das Schicksal der Figuren schon in den früheren Bänden mitverfolgt haben.

Was arbeitest du? – das große Buch der Berufe

In großen doppelseitigen Wimmelszenarien werden 16 Berufsfelder vorgestellt, darunter mit Theater, Filmstudio, Ballett und Oper, Museum, Zeitschrift, Künstlerstudio auch einige sonst wenig beachtete kreativ-künstlerische Sparten. Natürlich dürfen auch die Klassiker Bauernhof, Bahnhof, Baustelle und Flughafen nicht fehlen. Von den 229 in den Arbeitswelten erwähnten Berufen werden dann etwa 170 auf einer 2. Doppelseite näher erläutert und in den Arbeitszusammenhang eingeordnet. Die Geschlechterverteilung ist leider recht traditionell, besonders in den technisch geprägten Arbeitswelten und bei den Führungskräften.
Empfohlen für Kinder von 5 – 8 Jahren.

Julia Dibbern & Nicola Schmidt – Slow family : sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern

Die befreundeten Journalistinnen Dibbern und Schmidt bieten Kurse und Camps an, die junge Familien hinführen sollen zu einem naturnahen und achtsamen Familienleben. In ihrem 1. gemeinsamen Buch ergänzen sie das Plädoyer für ein liebevolles, geruhsames und umweltgerechtes Miteinander mit allerhand Vorschlägen, wie dieses erreicht werden kann, ohne sich selbst unter Druck zu setzen. Sie machen aufmerksam auf die möglichen Ursachen bestimmter kindlicher Verhaltensweisen und streuen gelegentlich Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft ein. Dazwischen finden sich auflockernd viele innerhalb des letzten Vierteljahrhunderts (Familien-)Praxiszeit entstandene Anekdoten, die aus der jeweiligen Ich-Perspektive erzählt sind und die die Erfahrung der beiden Autorinnen wiederspiegeln. Quellen- und Literaturverzeichnis runden die gelungene Handreichung ab. Der leicht lesbare, in herzlichem Stil verfasste Ratgeber ist für junge oder verunsicherte Eltern ein Gewinn.

Nina Barough – Fit mit Walking

Der gelenkschonende Ausdauersport Walking fördert nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch das mentale Wohlbefinden. Von der Autorin erschien bereits 2004 ein Walking-Ratgeber. Nun schreiben wir das Jahr 2017 und die neue  Ausgabe aus demselben Verlag ist ähnlich konzipiert, hat aber einen neuen Titel, ist umfangreicher und auf neuestem Stand. Die motivierende, ganzheitlich orientierte und attraktiv gestaltete Einführung richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene. Der Leser erfährt Grundlegendes zu den Themen: Technik, Ausrüstung (inkl. Smartphone, Apps, …) Dehnen und Kräftigen samt Übungen, Atemtechnik, Ernährung, Körperpflege, Walking draußen inklusive praktische Sicherheitstipps sowie zahlreiche Trainingsprogramme für verschiedene Bedarfe (vom Anfänger über Halbmarathon bis zum Marathon). Ein Extrakapitel behandelt auch Themen wie Walking und Schwangerschaft oder Walking mit Kindern.

Martina Kittler – One Pot Meals : das Wunder aus einem Topf

Eingeführte Reihe in ansprechendem Layout, zeitgemäßer Aufmachung und handlichem Format, mit einer kostenlosen App zum Sammeln der Lieblingsrezepte und den ausklappbaren Umschlagseiten, hier mit Basics der „One-pot-Küche“ und Rezepten für Süßes, Exotisches und Tipps für Toppings. Im Hauptteil findet man Rezepte für Pasta, Körner-, Kartoffelgerichte und auch für Leckeres mit Hülsenfrüchten, darunter Hackbällchen auf Spitzkohl-Tagliatelle, Gemüse-Pilaw mit Nüssen, Brokkoli-Kartoffel-Gulasch, Chili con Carne, Auberginen-Linsen-Curry etc. Eine hübsch aufgemachte, gut brauchbare kleine Sammlung mit klaren Arbeitsanleitungen und Farbfotos zu jedem Rezept.

Johanna Prinz – Das Reh

Nachdem in dieser Tierbuch-Reihe für Grundschulkinder mit dem „Eichhörnchen“ bereits ein beliebtes heimisches Wildtier vorgestellt worden ist, wird mit diesem Band über das Reh eine Lücke im Sachbuchbestand für Kinder geschlossen. Denn es ist fast 10 Jahre her, dass in der großen Tierbibliothek bei Esslinger eine ähnlich aufgemachte Ausgabe zum Thema erschienen ist. Reihenüblich beinhaltet dieses Buch zu zahlreichen Farbfotos in gut lesbarer großer Schrift flüssig erzähltes Wissen zu Verhalten und Nahrung, Tageslauf und Nachwuchs der scheuen Wildtiere. Auch Lebensraum, Verwandtschaft und Gefahren werden dabei in den Blick genommen. Extra-Fragen für kleine Forscher begleiten als Randspalte die klar gegliederten Seiten und kennzeichnen auch das Ende des Buches. So kann sich der Haupttext auf Wesentliches zu den ausdrucksstarken Naturfotos beschränken.
Empfohlen für Kinder von 7 – 9 Jahren.

Jess Jochimsen – Abschlussball

Der Kabarettist und Autor Jochimsen legt hier sein bislang wohl bestes Buch vor. Protagonist Marten ist ein Kauz. Schon als Kind hat er sich alt und randständig gefühlt. Jochimsen erzählt hier also quasi eine Burn-out-Situation von der Schulbank her, durchgängig nüchtern und mit feinem Sinn für Komik in der Tragik. Ein instabiles Elternhaus und Martens Antriebsschwäche katapultieren ihn in eine Ausbildung zum Assistenten an der Münchner Staatsbibliothek. Der Pfad bis zur Rente in der Katalogisierungsabteilung scheint vorgezeichnet. Aber Marten ist kein langweiliger Mensch. Er kann lediglich nichts anfangen mit den Parametern (Geld, Arbeit, ewige Jugend) der modernen Gesellschaft. Als er Philosophie und Literatur für sich entdeckt, gerät sein Leben außer Kontrolle und er verliert den Job. Auf dem Münchner Nordfriedhof findet er ein Auskommen als Beerdigungstrompeter, lernt mehr über Leben und Tod – und die Liebe. Ein faszinierender, tiefgründiger, dabei witziger Roman über einen modernen Außenseiter, der nicht so recht in die Welt passt.

Ilona Jerger – Und Marx stand still in Darwins Garten

Dr. Beckett, ein wacher Geist und angesehener Hausarzt im viktorianischen London um 1881, zählt 2 besondere Persönlichkeiten zu seinen Patienten. Zum einen Charles Darwin, den anerkannten Naturforscher, der in seinem Domizil in Down mit seiner geliebten Frau Emma seinen Forschungen nachgeht und – obwohl als Gottesmörder verpönt – Wohlstand und Ansehen genießt, zum anderen Karl Marx, der verarmte Jude, der im Exil mit seiner Haushälterin ein bescheidenes Dasein fristet und die Revolution ersehnt. Beide Männer kränkeln, beide polarisieren und beide sind sich nie begegnet, was Beckett zu gern arrangieren würde. Doch der Zufall kommt ihm zur Hilfe und bei einem Dinner, das in einem Eklat endet, treffen Marx und Darwin aufeinander. Ilona Jerger gibt in ihrem Debüt die Atmosphäre der Epoche des Aufbruchs und Wandels so authentisch und faszinierend wieder, dass man sofort in die Geschichte eintaucht. Einfühlsam und differenziert skizziert sie die Charaktere mit ihren Widersprüchen und Verletzlichkeiten.